04.11.15

INSTABUMS | RAW BLABLA

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@horstintheforest unbearbeitet. straight from the handykamera in your face

In den letzten Tagen lebte ich, wie immer, mein beschauliches Leben vor mir her und lag eines Abends, ohne den Funken einer Ahnung, gemütlich auf meinem Bett. In diesen Momenten fühlt man sich unbesiegbar, aber in nur wenigen Minuten sollte sich das alles ändern. Gelangweilt öffnete ich Facebook und scrollte, geistig abwesend, in einem Schwall von nichtsnutziger Scheiße rum. So muss es den Leuten gehen, wenn sie meinen Blog lesen. Nach ein paar Minuten war ich so dermaßen gelangweilt, dass ich vor lauter Langeweile damit anfing, mir durchzulesen, was die Wutbürger diesmal so empört. Ich hatte Erfolg, der nächste Skandal war gerade erst zur Tür reingekommen und was soll ich sagen, ich war schockiert! Mit einer bodenlosen Frechheit wurde dort behauptet, dass Instagram ein Fakeleben darstellt? Wie bitte? 

Hervorgerufen wurde der Aufschrei von einem 17-jährigen Bikinimodel und It-Girl. Und nein, das ist auch nicht meine Generation, ich bin ein ganzes Jahrzent von dieser Generation entfernt. Das besagte Mädchen hat jetzt angeblich die Schnauze voll von Instagram und bewirbt mit voller Kraft ihren neuen Schritt (für die Werbung werden weiterhin sämtliche Bikinifotos genutzt) und erntet dafür weitere hunderttausend Follower. Sie will alles löschen und dem Social Media Leben den Rücken kehren, allerdings finden sich auf ihrem Profil weiterhin ein Haufen Fotos und sie ist präsent wie nie zuvor. Die Fotos wurden nun mit neuen Untertiteln versehen, die die wahren Hintergründe zu den Fotos zeigen sollen. 

Na dann mal herzlichen Glückwunsch, dass die Welt jetzt erst merkt, dass auf Instagram nicht nur Schnappschüsse gepostet werden, dass manche Bilder arrangiert sind, dass man ohne Make Up und Bildbearbeitung anders aussieht und blablabla. Ist ja wohl ein Witz. Am Besten erzählt mir jetzt noch einer, dass die Fotografien in Zeitschriften auch nachbearbeitet wurden und die gezeigten Artikel auf den Fotos beworben werden? Da bricht wirklich eine Welt für mich zusammen.

Seit Tagen ist mein Instagram Feed voll von Mädchen, die jetzt meinen, dass sie sich jetzt alle ganz dringend ungeschminkt ablichten müssen. Real Life und so. Bin mal gespannt, wie lange das so bleibt. Wahrscheinlich nur bis zum nächsten Skandal, der das alles wieder vergessen lässt. Aber immerhin wird so jetzt wenigstens mal ein wenig mehr über das Thema nachgedacht, viele der jungen Mädchen sind vielleicht leider nur so zu erreichen. 

Ich beschäftige mich, wie viele andere Leute, schon länger mit dem kritischen Instagram Thema und beobachte immer aufmerksam und interessiert die neuesten Entwicklungen. 

Ich muss auch sagen, dass ich im Moment auch oft auf Profile stoße, die alle nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, die Fotos sind gleich, die Produktaufbereitung ist gleich, die besuchten Events sind gleich und so weiter... schnarch. Das sind dann die meisten 100k Profile. Langweilig. 
Die jüngeren Mädchen eifern dem aber neuerdings auch wie nichts nach. Sämtliche Profile von aufstrebenden jungen Instagramgirls taggen ihre Fotos mit allen erdenklichen angesagten Marken. Man klickt auf ein Foto und es erscheinen Verlinkungen zu sämtlichen Brandy Melville und Urban Outfitters Seiten. Es ist wie eine Plage. Da ist das Bild kaum noch zu erkennen. Die versuchen wirklich alles, um einmal gerebloggt zu werden. Das scheint heutzutage das größte Ziel der jungen Mädchen zu sein. Dass sie für die Firmen unbezahlte Werbung ohne Ende machen, merkt natürlich keine von ihnen. Hauptsache mal 'n Like von Brandy bekommen. Hammer. Brandy lacht und bedankt sich für die kostenlose Werbung. Auch die Fotos, der meist erst sehr jungen Mädchen, sind mittlerweile durchtgestyled ohne Ende, alle gleich und am besten wird regelmäßig gelöscht, damit nur die 20 Fotos mit den meisten Likes online bleiben. Dann kommentiert man noch fleißig alle bekannteren Instagramprofile und schleimt da den ganzen Tag rum und zack, kommt man in kürzester Zeit auf 30k Follower. 

Soviel zu meinen momentanen verbitterten Beobachtungen. Ja, so sieht es da im Moment teilweise aus. Man kann davon halten was man will, aber woran liegt es eigentlich, dass es so aussieht? Das liegt meiner Meinung nach an allen, die freiwillig in diesem Zirkus mitmachen. Dazu wird ja keiner gezwungen. Man entscheidet ja selber, welche Bilder man hochlädt oder nicht. Wie man sich auf Instagram zeigen will und wie das eigene Ich in den sozialen Medien vertreten sein soll. 
Man kann natürlich wütend und neidisch auf diese schnell erfolgreichen Profile reagieren oder man macht einfach mit seinem eigenen Ding weiter und ist dafür einen Ticken echter und authentischer. In einem gewissen Bereich zumindest.

Ich persönlich bin auch nicht gegen qualitative oder bearbeitete Bilder, ich bin nicht gegen Werbung und auch nicht generell gegen arrangierte Fotos. Man sollte da einfach mal unterscheiden, zwischen normalen privaten Alltagsprofilen und zwischen beruflichen Profilen, bei denen es auch einfach schon lange nicht mehr darum geht, den realen Alltag dieser Frauen zu zeigen. Den sieht man dann ja auch auf Snapchat und kann beobachten, wie sie da alle alleine auf den Hotelzimmern hocken und einsam in ihr Handy reden. Ob man das auch noch auf Instagram sehen will, naja. Andererseits gibt es auch 100k Profile, die nicht nur Selfies oder Werbung posten, das ist ja nicht unmöglich! 

Wir sollten einfach gucken, dass wir das für uns richtige Maß finden. Es geht ja auch anders. Es müssen nicht alle Outfits gestellt sein, man kann doch auch einfach das Outfit posten, das man heute wirklich getragen hat. Vielleicht passiert ja ein Wunder und es gefällt den Leuten trotzdem oder vielleicht gerade deshalb. Und ob das jetzt 100 oder 10 Mal abgelichtet wurde, bis das Foto brauchbar ist, ist mir dabei wirklich sowas von egal. Mein Gott, man ist ja auch kein Model, man sieht unter 100 Bildern nur auf einem halbwegs annehmbar aus. Das ist doch bei uns allen so. 
Und wenn man sich gerne geschminkt auf seinen Bildern zeigt, wieso nicht? Die zugespachtelten Damen gehen so doch auch auf die Straße und nicht ungeschminkt. Ich finde es, so betrachtet, schon realistisch. 
Ich finde es kommt nicht immer darauf an, wie oft das Bild gemacht wurde oder wie die Sachen hingelegt wurden, es kommt drauf an, ob die Dinge, die abgelichtet werden, real sind. Dass die schön angeordneten Dinge wirklich angezogen wurden, dass die ausgewählten, auf einer schönen Decke präsentierten, Dinge wirklich zu den liebsten Dingen gehören. 

Wenn man selber einen ästhetischen Anspruch an Fotografien hat, dann finde ich es durchaus verständlich Dinge in ein schönes Licht zu rücken. Es muss nicht alles ein Schnappschuss sein, es sind doch zwei ganz unterschiedliche Dinge. Schnappschüsse kann man doch genauso posten, das eine schließt das andere nicht aus. Ich mache beides gerne. Mir persönlich macht es auch viel Spaß Bilder zu machen und Bildideen umzusetzen, das war aber auch schon lange vor Instagram so. 

In der Fotografie gibt es schon immer unterschiedliche Bereiche, neben der Dokumentarfotografie gibt es halt auch die inszenierten Fotos. Das ist nichts Neues. Und manchmal darf man Instagram ja auch als eine Art von Fotografie betrachten, viele Benutzer laden schon lange keine Handybilder mehr hoch. Da muss man sich vielleicht auch mal ein bisschen locker machen. Nur weil Instagram eine große Werbeplattform ist, muss ja nicht jeder nur auf Werbung ausgerichtete Fotos posten. Es ist wirklich toll, für seine Fotos Geld zu bekommen, aber man sollte das Gleichgewicht halten und sich nicht komplett hergeben. Viele Blogger haben ihren authentischen Anspruch schon lange verloren, aber man muss es ja nicht so machen. Ihr könnt alle selber ein geeignetes Mittelmaß finden. 
Ich könnte jetzt auch zwanzig Kilo abspecken, mich perfekt schminken, nur die angesagtesten Dinge tragen, nur gesundes Essen posten und hätte das doppelte an Followern und Geld, aber da verzichte ich lieber und bleibe so wie ich bin. So einfach geht das. 

Ich kann auch nicht abstreiten, dass manche Instagramprofile Selbstkomplexe in mir hervorrufen, ich mich selber zu oft vergleiche oder ich meine eigenen Selfies mittlerweile einfach nur noch furchtbar finde. Ich erwische mich selber dabei, wie ich versuche vorteilhaft zu gucken und nachher bemerke, dass ich dadurch wie eine Irre aus der Wäsche gucke und etwas gepostet habe, was nicht mehr nach mir selber aussieht. Oft lösche ich diese Bilder im Nachhinein, weil ich merke wie bescheuert solche Selfies sind, auf denen man sich selber fremd vorkommt. Ich habe nichts gegen Selfies und schaue sie mir auch gerne an, aber ich muss auch oft für mich selber versuchen, da lockerer ranzugehen und nicht mehr angespannt auf den Bildschirm, ins eigene Gesicht, zu starren. Dann lieber jemand anders das Foto machen lassen und man sieht gleich viel normaler aus. 
Hundert Versuche für meine Outfitbilder brauche ich auch, aber ich kann euch versichern, die Klamotten trage ich wirklich. Habe ja auch nichts anderes zur Auswahl. Ich nutze vorteilhaftes Licht, ich bearbeite gerne Farben oder Kontraste, aber ich nutze keine Apps zur Retusche. Meine Augenringe decke ich dann lieber im echten Leben ab. Das ist jetzt natürlich ein genauso schockierendes Geständnis. 


Polga.




Anmerkung: Dieser Text ist einfach ein persönlicher und spontaner Gedankengang vergangener Tage, hier werden natürlich nicht umfassend alle Probleme und Seiten des Themas behandelt.

Kommentare:

  1. Famoser Beitrag!! Habe die gleichen Gedanken zu diesem Thema. Ich finds toll,dass du dir treu bleibst!Mittlerweile verfolge ich auch nur noch deinen Blog, weil die meisten anderen wie Werbeplattformen wirken.

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  2. hab erst die hälfte gelesen & ich vergöttere dich jetzt schon für diesen text

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  3. Ach Polgi, dafür gibt's ein dickes, fettes <3!
    Ich selbst schaue mir unheimlich gerne schöne Fotos an - häufig sogar ohne mir dabei etwas zu denken, aber dann gibt's eben auch viele Momente, in denen ich an mir zweifle, mich doof finde und vergleiche. Das mache ich aber auch im wahren Leben und am Ende ist es so, dass das Problem an mir liegt (weil ich nicht mit mir zufrieden bin oder mich nicht so nehme wie ich bin) und nicht an den schönen Mädels, die ihre perfekten Bilder posten. Weil ich mir aber eben sehr gerne diese schönen Bilder anschaue, ist auch mein Anspruch an meine Bilder gewachsen. Ich probiere gerne neue Dinge aus, sitze mehrere Minuten an einem Bild, stelle Dinge so zusammen, dass sie schön aussehen und bearbeite sie dann mit ein paar Filtern oder Kontrast. Das alles mache ich, weil es mir Spaß macht und weil ich gerne einen Feed habe, der "schön aussieht und zusammen passt" - ja, klingt mächtig traurig, aber so ist das eben und ich bin damit mehr als okay.

    Welchen Druck es auf jüngere Mädels ausübt, kann ich nicht sagen - glücklicherweise bin ich in einer anderen Zeit aufgewachsen. Und auch zu Essena habe ich noch keine richtige Meinung. Es gibt viele richtige Ansätze und mit Sicherheit auch einige falsche. Ich folge ihr seit ca. 1 Jahr, weil ich es interessant fand, wie sie mit Veganismus umgegangen ist und andere Menschen inspiriert hat. Und weil sie ja gerade erst vor kurzem nach LA gezogen ist, um ihrem Job nachzugehen, fand ich das alles etwas überraschend...aber hey, jeder sollte den Weg gehen, der ihn glücklich macht.

    Jetzt habe ich mich sicher 3x im Kreis gedreht und keinen sinnvollen Text geschrieben, aber ich bin zu faul nochmal alles zu lesen, sorry.
    Aber dir gebe ich dafür ganz viele Daumen hoch (okay, zwei. Mehr hab ich nicht).

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  4. Ich mag dich, mag deinen Blog, die Art wie du schreibst, deine Bilder, weil ich dir das doch irgendwie abkaufe, und nicht alles so gestellt wirkt. Trotzdem denke ich mir fast jedes mal, wenn ich durch dein Profil auf Insta scrolle (entweder wenn ich morgens zur Arbeit fahre, oder abends zurück), was für ein tolles Leben du doch haben musst. Immer irgendwo an schönen Orten, shoppen, tolle Klamotten an, leckere Sachen essen. Wahrscheinlich macht dass auch nur genausoviel Zeit am Tag aus wie bei mir. Aber du zeigst eben nur diese Momente. Und das ist meine große Frage an Instagram, warum postet man überhaupt Fotos? Also als Privatperson? Wenn es nicht um Likes geht? Wenn man mit seinem Freund oder Freundin im Café sitzt und nen Kuchen isst, warum gibt man dem Gegenüber sein Handy und sagt mach mal 10-100 Fotos von mir wie ich vor dem Kuchen sitze? Bis es aussieht wie ein spontanes Bild. Warum ist man den Kuchen nicht einfach? Was ist die Motivation? Das sind ja keine Schnappschüsse, sondern die Fotos sind doch zu 100% gestellt, oder? Das soll jetzt kein gehate sein, ich frag es mich wirklich. Ich hab auch nen privaten Instagramaccount, aber ich hab nach 5 Fotos das Interesse daran verloren, weil wenn ich mit meiner Freundin unterwegs bin und im Café sitze ich mich lieber auf uns konzentriere und mein Handy in der Hosentasche lasse...

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    1. mir war klar, dass das kommt.

      na klar, aber das ist ja der schein, der eigentlich allen bewusst sein sollte. ich bestreite das ja auch nicht, aber ich mache nichts davon extra für instagram. ich sage nirgendswo, dass alles nur schnappschüsse sind ;) im gegenteil! du solltest den text mal richtig lesen...

      man macht generell am meisten fotos von den dingen, an die man sich gerne erinnert. ich poste ja sowas nicht jeden tag. bei mir gibt's auch mal fotos aus der uni und die outfitbilder mache ich größtenteils nur morgens in meinem zimmer und nicht an tollen orten. man sieht aber oft nur die positiven dinge. an meinen spärlichen freien tagen gehe ich gerne in schöne cafes und gönne mir etwas, aber das mache ich auch ohne instagram und poste noch nicht einmal von jedem besuch ein bild bzw mache nicht immer eins :)
      du kannst es ja auch garnicht wissen, ob ich da den ganzen cafebesuch nur mit fotos beschäftigt bin und wenn du von einem bild darauf schließt, dann tu das.
      ich schaue mir auch gerne fotos von leuten aus schönen cafes an, freue ich über solche tipps, mache screenshots davon und sammel die, falls ich mal in anderen städten bin und lust auf einen guten cafe habe :)
      ich poste nicht mehr alles private und jeden scheiß, aber aus dem grund, dass davon auch nicht alles im internet landen soll,
      ab einer gewissen aufmerksamkeit sollte man sich und sein umfeld auch ein wenig schützen.

      mit deiner einstellung braucht man ja garnichts mehr fotografieren, das ist ja schlimm, wenn man sich so eingrenzen lässt :)
      du musst ja nicht aus nem cafe posten, mach es doch einfach besser ;)

      ich mache worauf ich bock habe und nicht damit leute wie du meine fotos nicht gestellt finden.
      wenn man gerne fotos teilt, tut man das nicht automatisch für likes. ich poste ja schon seit jahren auf instagram,
      lange zeit mit wenigen followern, ich poste ich blogge hier auf meinem blog, der nicht viele leser hat und mache es trotzdem gerne.

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    2. Boah danke. Ich raffs auch nicht. Gehöre zwar auch zu den "Konsumenten" von social media, aber mir persönlich ist das auch zu anstrengend mich selbst irgendwo "zu zeigen". (Habe bewusst nicht das Wort "präsentieren" genutzt.)
      Wie Fabian schon sagt, verschiebt sich doch in diesen Momenten wie zB Café + Freundin + Kuchen der Fokus, oder?

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    3. Ist ja auch eben nicht was für jeden. Aber man muss auch nicht ständig Leute angreifen, die sich und/oder ihr Auftreten präsentieren.
      Ich selber bin mit meiner Präsentation im Reinen und halte mein persönliches Gleichgewicht und zeige auch gerne andere Dinge
      als meine eigene Gestalt. Verstecken möchte ich sie aber auch nicht :) wieso auch?

      Und wem meine Freizeitbeschäftigung namens Cafebesuch nicht interessant genug ist,
      der kann ja andere Accounts verfolgen, auf denen es spannendere Hobbys zu sehen gibt.
      Oder halt niemanden verfolgen :) schadet ja auch nicht.
      Ich bin leider nicht wie wild am rumreisen und habe ein für euch vielleicht langweiliges Leben,
      wo man sich an freien Tagen über banale kleine Dinge, wie eine leckere Waffel, freut :)
      Da habe ich auch keine Lust interessantere Dinge für euch zu inszenieren..... inszenieren ja ;)

      Liebe Grüße

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    4. ich finde es aber toll und wichtig, dass wir hier diskutieren, diese dinge reflektieren
      und versuchen uns gegenseitig zu verstehen :)

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    5. Das war eig. überhaupt nicht negativ gemeint, sondern wirklich als Frage, bzw. weil es mich interessiert. Tatsächlich fotografiere ich sehr viel, vorallem analog bzw. mit Kameras und halt nicht mit dem Handy, und ja, auch wenn ich mit Freunden zusammen koche oder irgendwo bin, ganz normal halt. Ich mag das auch alles, schöne Cafés, Klamotten, etc. Meine Frage war, was die Motivation ist, diese Momente mit Leuten die ich garnicht kenne zu teilen. Egal ob mit 500 oder 10.000. Das gibt mir persönlich irgendwie nichts, bzw. ich frage mich einfach, warum man das macht. Es muss ja irgendwie doch was mit "Anerkennung" zu tun haben, oder? Auch wenn du keine vielen Likes bekommst oder Leser hast. Ansonsten würde es ja auch die Like- und Kommentarfunktionen nicht geben. Und das man sieht wieviele einem followen. Bei mir war das schon so, ich hatte auch mal nen Blog, und ja auch Insta. Ich hab immer geschaut, ob die Leserzahl oder Likes steigt...bis es mir relativ schnell zu doof wurde.

      Wenn man in nem Café oder Restaurant sitzt, und dann ein Foto von sich machen lässt, warum lädt man es auf Insta und behältst es nicht für sich? Ich finde einfach, und ist meine persönliche Meinung, dass sobald man so eine Social Media Geschichte für sich privat nutzt es eig. egal ist, was man da postet, ob die Fotos ungeschönt und "echt" oder stundenlang bearbeitet sind, es geht irgendwie doch um die Anerkennung, oder? Sonst könnte man sein Profil auch privat machen und nur mit seinen Freunden teilen. Oder einen "professionellen" Account machen, auf dem man tolle Cafés und Rezepte zeigt, die man gerne teilen will, aber eben nicht so persönlich.

      Wie ich geschrieben habe, ich finde dein Leben kommt auf den Fotos sehr toll rüber, interessanter als meins und das meiner Freunde. Und somit unterscheidet sich dein Account an sich eig. nicht arg von dem des 17jährigen Mädels. Ich mag deinen Content 1000 mal mehr, aber irgendwie ist es doch eine geschönte Version eines Lebens.
      Aber versteh mich nicht falsch, ich mag das trotzdem, weil ich, wie gesagt, dir das trotzdem glaube, dass du das auch alles gerne machst. Du gehst nicht in das Café um ein Foto zu machen, du bist halt da, und weil dus schön findest machst du ein Foto. Da gibts nichts vorzuwerfen :)

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    6. :) ach, ich selber finde es bei mir recht langweilig, wenn ich mir andere anschaue, so unterschiedlich kann das sein. ich glaube man übersieht auch oft die schlechteren dinge auf den instagram accounts der anderen.
      das mit dem teilen und posten ist eine interessante frage.
      ich kann sie dir nur für mich persönlich beantworten.
      ich mache es gerne, weil ich andere an schönen dingen teilhaben lassen möchte, ich sehe mir auch gerne blogs oder fotos von anderen an, aus andere städten oder auch ländern. Man bekommt da ja übers internet einblicke, die es so vorher nicht gab. ich zeige zb auch gerne seiten von dortmund, eine stadt, über die viele nichts positives sagen. wenn ich was bastel, teile ich es auch gerne auf dem blog. Einige haben keine eigenen ideen, freuen sich über inspirationen.
      ich freue mich zb wenn mir follower persönlich schreiben und sich fuer bestimmte dinge bedanken. Das ist ein schönes gefühl und auch wenn es nur zehn leute sind, da macht man es doch gerne.
      ich lese selber auch gerne lustige oder interessante artikel und freue mich wenn man heutzutage nicht nur als journalist gelegenheit dazu bekommt, seine texte oder bilder zu teilen.
      man wird schnell in eine ecke gedrängt, wenn man zb auf insta mehr follower hat als andere. Ein mädchen, dass jeden tag selfies postet, aber nur zehn follower hat, wird nicht angegriffen. Aber wenn man mehr follower hat, dann macht man es angeblich sofort fuer die likes. Schade.

      Nebenbei finde ich es aber auch schön, die dinge für sich selber zu sammeln. könnte jetzt ewig so weiterreden, aber muss mich nun auf meine langweilige vorlesung konzentrieren. :)

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  5. super post! hab mir gestern auch ein paar videos von besagtem mädchen und ihr instagram angesehen.... ich war hin- und hergerissen. einerseits ist es ja super, wenn ihr endlich die augen geöffnet wurden und sie wirklich endlich checkt, wie verblendet sie war und nur für social media gelebt hat. andererseits weiß ich nicht, ob ich ihr das alles auch 100% abnehmen kann und dann denke ich mir auch wieder, wo wir mittlerweile gelandet sind... dass man wegen so einem thema total am boden zerstört ist. oder dass es wirklich so viele leute gibt, die eine scheinwelt aufrecht erhalten.

    ich sehe das so wie du. ich habe nichts gegen ästhetische bilder und auch nichts gegen bildbearbeitung (im natürlichen rahmen) - ich liebe die fotografie!!! aber es muss einfach authentisch bleiben... finde ich zumindest. das ist bei einem blog ganz genauso. dort zeige ich ja auch nur dinge aus meinem realen leben und nehme auch nur die kooperationen an, die zu mir und auch zu den lesern passen. alles andere finde ich einfach nicht ansprechend und fake. außer man macht es eben, um davon zu leben... dann muss man wohl auch mal sachen zeigen, die gewissermaßen fake sind. nur ich könnte das nicht... da wäre ich nicht mit mir selbst im reinen.
    ich poste nicht nur schöne, supertolle bilder - ich poste manchmal auch etwas melancholisches, manchmal etwas lustiges und manchmal einfach nur die natur. eben weil ich so bin. ob das nun irgendwem gefällt, püh :)
    ich finde es sehr bedenklich, wie viele mädels sich mit anderen vergleichen und neidisch sind und alles... ich kann das einfach nicht verstehen.

    naja, blablabla... social media wird immer nen heikles thema sein!
    jeder sollte versuchen einen gesunden umgang damit zu finden :)

    danke für den super post!

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  6. Ach Polga, ich hatte schon darauf gehofft, dass du dich auch zu diesem Thema äußerst und siehe da - da hast du meine Gedanken perfekt in Worte gefasst - danke dafür!
    Bei der Gelegenheit: Hättest du nicht Lust, mal deine liebsten Profile vorzustellen? Instagram ist einfach so voll von den immer gleichen-irgendwann-nicht-mehr-ernstzunehmenden Bildern und Instabloggern, dass deine Posts da immer eine willkommene Abwechslung sind. Davon hätte ich gern viel viel mehr in meinem Feed!

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  7. Jedesmal werden deine Posts besser und besser. weiß mittlerweile garnicht mehr was ich alles schreiben soll, damit deutlich wird wie großartig ich deinen Blog und deine Einstellung generell finde. Ich fand den Text super geschrieben, sehr ehrlich und offen.
    Also ein riesengroßes DANKESCHÖN an dich für deinen Text, deine Ehrlichkeit und deine super Einstellung <3

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  8. Du bist echt der King,ey. Muss mir bei deinen Snaps oder Blogeinträgen immer einen grinsen, weil ich das immer so geil finde das es so Menschen gibt, also weil ich daüber halt dann froh bin. Bist einfach so sympatisch das man sich wünscht, sich mal mit dir zu treffen.
    Wenn ich könnte, würde ich dir mal so monatlich oder so ne Pizza vorbei schicken.

    love love
    x x

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  9. Waaas? Die bearbeiten die Bilder in den Zeitschriften?? Und die machen da WERBUNG?! Du hast mein Weltbild zerstört. Aber ich kann dich trotzdem noch leiden. Ein bisschen.

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  10. AMEN SCHWESTER
    Habe letztens sehr lange darüber nach gedacht, nach dem ich das Ex-Instamodel ausgecheckt hab.
    Ich ertappe mich selbst dabei wenn ich drüber nachdenke ob meine Fotos im Feed zusammen passen oder ob meine Fresse auf dem selfie nett aussieht - fühle mich danach wie ein trottel, wieso denke ich darüber überhaupt nach?

    Keep on rocking! Dein Fotos sind eine meiner liebsten, weil sie zwar "gestellt" sind aber ich erkenne dich in ihnen immer wieder, gefällt mir!

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  11. amen! dem ist nichts mehr hinzuzufügen

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  12. Wenn man das alles mitbekommt, ist man irgendwie froh, zu den inzwischen Mitt- bzw Endzwanzigern zu gehören und nicht mehr in dem unter Zwanzig Bereich herumeiert. Oder war das früher auch so, nur anders wo?
    Ist das Leben durch Social Media heute anstrengender für die Teenies, als es das "damals" bei uns war?

    Ich habe schon immer gerne Fotos gemacht. Vor zwanzig Jahren habe ich zum 7. Geburtstag so eine bunte analoge Aldikompaktkamera geschenkt bekommen und seitdem fotografiere ich. Aus allen denkbaren Perspektiven. In jeder möglichen Einstellung. Essen, Getränke, Fußböden, Fenster, Freunde, Fremde, mich, Wände, den Himmel, Blumen, Klamotten, die Spiegelung im Wasserhahn usw und so fort. Mit 15 fing ich an die Bilder nicht nur in Kisten zu sammeln, sondern in der Fotocommunity zu teilen. Das Tolle daran war (damals habe ich es verflucht...), dass man pro Woche nur ein Bild hochladen konnte, es sei denn man war Premiumkunde. Das war (im Nachhinein) gar nicht teuer, für mich aber damals unbezahlbar, also musste ich mich damit begnügen. Die meisten Kommentare habe ich oft zu Bildern bekommen, auf denen ich selbst drauf war, obwohl genau die qualitativ am Schlechtesten waren, unscharf, mieser Bildausschnitt etc, da ich keine Kamera mit schwenkbarem Display oder ähnlichem hatte. Klaro, süßes Babyfa ce , blonde lange Haare, blaue Augen, unverbrauchtes Grinsen, sweetes Alter eben und am besten noch n dünnes Hemdchen an, was für das Alter vll noch ein bisschen unpassend war.
    Und recht ähnlich ist es doch heute mit den Likes bei Instagram. Der Unterschied; das Hochladen ist nicht begrenzt. Um intressant zu werden oder bleiben, müssen mind. 3 Bilder pro Tag hochgeladen werden, sonst bekommt man wenig neue Follower, bzw verlassen einige der Wenigen dich wieder. Mein Instagramaccount ist ehrlich, ich fotografiere mit meinem Handy genau so wie mit einer analogen Kamera, von einem Bild gibt es nicht 100 Versuche, sondern 3. Und das weil einmal der grässliche Blitz an war, einmal die Tochter das Bild gebombt hat und das Dritte wirds dann. Aaaaber, mein Account hat kaum Follower und meine Bilder trotz einiger ### meist nur Likes, die gerade so am Zweistelligen Bereich kratzen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht mehr son sweetes Babyface wie damals habe, wohl aber eher daran, dass ich noch genau so fotografiere wie eh und je. Da ist kein gehyptes Zeugs zu sehen, kein Triangelbikini und auch kein Schlankdurchstrinkentee. Und hey, ich bin trotzdem ne coole Socke ;) An nem miesen Tag würde ich trotzdem gerne zumindest ein mini bisschen so aussehen, wie eines der 0815 Instagrammädels, oder wenn ich mal wieder non stop Stress im real life habe und mir morgens auf dem Weg zur Arbeit den Arsch abfriere, wäre ich auch gerne mal ein bekannter Blogger, der gerade an nem tollen Pool im Süden abhängt um für irgend nen Pressscheiß zu werben. Ganz unauffälig versteht sich.... Das bin ich aber nicht, muss ich auch nicht sein. Da ist vll der Unterschied zu den vielen (überwiegend) sehr jungen Mädchen. Bevor sie überhaupt wissen wer sie sind, sehen sie auf Instagram wie sie (überspitzt gesagt) zu sein haben. Eine Spirale, wenn sie ein 0815 hübsches Bild hochgeladen haben, überlegen sie schon wann der beste Zeitpunkt für´s nächste hübsche 0815 ist. Danke FC, dass ich früher bloss einmal die Woche solche Gedanken hatte..... ;) Warum ich trotz wenig Follower trotzdem beim Instagramzirkus mitmische? Weil ich das Sammeln auf Instagram schön finde, ähnlich wie früher in einem Fotoalbum und weil ich mich ehrlich freue, wenn ich sehe, dass jemand mit einem (für mein Empfinden) inspirierenden Account ein Bild von mir liked.

    Das war jetzt bestimmt ein etwas Wirres Hin und Her (liegt am Fussi im Hintergrund...), aber als Abschluss finde ich den Satz von Fabian etwas weiter oben sehr passend : "Du gehst nicht in das Café um ein Foto zu machen, du bist halt da, und weil dus schön findest machst du ein Foto".
    Liebe Grüße, Martje

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    1. Liebe Martje, ich freue mich immer über deine Kommentare,
      nur um das auch mal zu sagen!
      Ich bin ja auch Endzwanzigerin und kann auch noch von der Zeit vor Social Media berichten.
      Da muss ich vielleicht mal in Erinnerungen schwelgen,
      mich überkommt es gerade fast zu einem neuen Text :D
      ich denke früher gab es diese Probleme auch, aber auf einer anderen Ebene und durch andere Medien.
      Von mir selber kann ich sagen, dass ich mich auch damals mit anderen verglichen habe, damals
      waren es dann aber eher die "tollen" Mädchenzeitschriften, die ich jede Woche konsumiert habe,
      die einem vorschreiben wollten, wie man zu sein hat oder die beliebten Mädchen auf der Schule.
      Alles mit einer anderen Reichweite, bei Myspace buhlte man dann irgendwann um Kommentare
      und ach ja, ich hör jetzt auf, sonst verquassel ich mich hier noch ohne Ende, haha.

      :)

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    2. Ein wunderbarer Text.
      Liebe Martje,obwohl du bei mir als anonym angezeigt wirst,ich bin weit entfernt von den Mitt-Zwanzigern und stimme in allen Punkten voll zu. Ich selbst mache bei diesem Insta Trend genauso mit,ich fotografiere selbst sehr gern,freue mich über jeden neuen Follower der sich erbarmt meine Bilder gut zu finden,bin aber nicht traurig wenn Leute gehen. Es kommt durchaus vor,dass ich 3 Wochen nichts vor die Linse bekomme und dann ist das meiner Meinung auch total in Ordnung so.
      Ich gucke mir die besagten Mädels sich gern an,bin aber mit mir voll zufrieden. Im wahren Leben hat man nämlich auch nicht auf der Stirn geschrieben wie viele Follower man hat. Mag sein,dass jemand 20k auf seiner Seite stehen hat,wenn ihr Charakter so oberflächlich wie ihre Bilder sind ist sie trotzdem nicht mehr wert.
      :)

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    3. Heija Luzie,
      schön auch nochmal zu lesen, dass es nicht mit dem Alter zusammen hängt.
      Klaro, irgendwie weiß man es ja; auch eine bspw. 40jährige kann mehr Selbstzweifel haben als eine 14 jährige.
      Allerdings kann man es häufig(er) an den Accounts der sehr jungen Mädchen erkennen, dieses Nacheifern, mithalten wollen. Liegt vll aber auch daran, dass diese Zielgruppe dort stärker vertreten ist.
      Irre, dass es trotz so eines steten Wandels im Social Media Bereich doch ganz ähnliche Gedanken und Herangehensweisen bei den Leuten jeden Alters gibt. Mag ich :)

      PS. Polgi, warst du ne kleine Myspacequeen mit Wasserstoffblonden Haaren und Emolippenpiercing? Dann waren wir bestimmt befreundet dort... ;) Oder wie wurde das da nochmal genannt? Am besten war eh, dass man nen Song auf seine Seite einbinden konnte, um zu zeigen wie wahnsinnig trendy man ist.... Zum Thema Mädchenzeitschriften; bei der Fotolovestory hat immer die Blonde schlanke den Typen abbekommen, egal in welcher Zeitschrift... Da wird einem jungen Menschen auch schon ordentlich eingetrichtert wie man "zu sein hat" um ein happy Leben zu haben. ...
      Gruslig. Aber wir habens überstanden :D

      Martje

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  13. ich hab das mit essena auch mitbekommen (wie auch nicht, haha) und muss sagen, dass ich ihre entscheidung durchaus reif fand.
    finde auch, die ist kein unsympathisches mädchen, zumindest dem einen video nach zu urteilen, das ich von ihr gesehen hab.
    trotzdem kann ich den trubel um sie nicht ganz nachvollziehen.

    ich dachte immer, es ist den meisten klar, wie instagram und social media allgemein funktionert und dass man da nie alles für bahre münze nehmen kann - aber so stark wie die reaktionen über ihre aktion ausgefallen sind, ist dem anscheinend nicht so..

    mich persönlich stören bearbeitete oder arrangierte bilder auch nicht, bin da absolut der gleichen meinung wie du. ich denke mir bei bildern auch nicht, was die/derjenige für ein perfektes leben hat oder lass mich davon runterziehen. schließlich kenne ich es ja selbst von mir, dass ich überwiegend nur schöne sachen fotografie und genauso meine 50 versuche brauch, um ein passendes bild von mir zu kriegen.. vielleicht haben wir da aber auch einfach das glück, keine 14 mehr zu sein und das ganze deshalb ein bisschen distanzierter oder gelassener betrachten zu können..

    diese haufen von "schaut her, so bin ich wirklich und das ist meine unaufgeräumte wohnung" bilder, die jetzt überall auftauchen, finde ich aber auch überflüssig. ich meine, es ist doch klar, dass fotos bearbeitet und inszeniert sind - das war noch nie anders. (ich gehe in der realität schließlich auch nicht auf wildfremde menschen los und sage ihnen, wie scheiße es mir geht. positive selbstdarstellung ist doch schon immer ein teil vom leben und ein riesen bereich der fotografie lebt von inszenierung).

    aber die tatsache, dass so viele leute darüber diskutieren, zeigt ja auch, dass es wohl doch nicht so selbstverständlich ist.
    also gerne mehr solcher posts und daumen hoch für dich! :)

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  14. Du hast ja so recht! Wie kann man "gestellt" nur so wunderbar ungestellt wirklen? Pizza.

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  15. ich bin gerade ganz erleichtert, dass ich nicht bei instagram bin. macht das leben scheinbar um einiges leichter....hab keine ahnung, wer oder was hier der stein des anstoßes ist :-)
    aber deinen blog lese ich immer gerne, und ich hoffe, du schreibst immer fleißig weiter! <3

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  16. Spannend, gerade so als alter Sack (Blogge seit 2005 unregelmässig, seit 2006 auf Twitter) wie's läuft und dass die "junge" Generation sich die gleichen Gedanken (Was ich online stelle ist nicht was ich bin) macht wie schon wir vor Jahren :)

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  17. "Ich kann auch nicht abstreiten, dass manche Instagramprofile Selbstkomplexe in mir hervorrufen, ich mich selber zu oft vergleiche oder ich meine eigenen Selfies mittlerweile einfach nur noch furchtbar finde." genau darum geht es doch!

    nicht, ob und wie ein foto bearbeitet wurde oder ob es gestellt ist. dass diese fotos nicht zufällig entstehen, wissen wir alle. aber wie fühlen wir uns, wenn wir nur solche fotos sehen? ich folge solchen leuten schon länger nicht mehr - genau aus den gründen die du da aufzählst. aber es gibt viele - vor allem junge menschen - die sich stark beeinflussen lassen. jetzt kann man sagen, dass das überhaupt möglich ist hat ja ganz andere gründe und wir sollten uns lieber darum kümmern. selbstbewusst sein und uns gut finden, wie wir sind.

    das alles ist ja auch nichts neues, seit ewigkeiten wird über bearbeitete fotos in zeitschriften und die böse werbung geschimpft. ich denke aber, dass es durch social media - auch youtube - viel verbreiteter und unkontrollierbarer geworden ist. und es sind eben auch 'normale' menschen, die uns ihr scheinbar perfektes leben präsentieren und sich entschuldigen, wenn sie sich mal ungeschminkt filmen.

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  18. Ja, natürlich. Das ist ein trauriges Problem, das viel weiter greift und auch schon viel länger durch sämtliche Medien hervorgerufen wird.

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  19. Es wird so viel über dieses Thema geredet - aber zu deinem Beitrag kann ich einfach nur sagen : 1a ich stimme dir so zu!
    Vielen Dank dafür!

    Lieben Gruß,
    Mila
    www.stationleben.blogspot.de

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  20. Ah supppppppeeerrrr! Alles perfekt ausgedrückt, richtig tolerant und du machst das bei dir auch einfach immer so gut. Liebe auch deine Selbstironie so sehr aiaiai


    xx

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leave polga some love! oder pizza :)